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Wieder einmal viel zu schnell vorbei war die Stodlkirwa 2026 in Ebersbach. Drei Tage lang wurde, bestens verköstigt, mit uriger Gemütlichkeit und gelebter Tradition gefeiert. Und Kathi Held und Julian Lindner wurden zum Oberkirwapaar gekürt.

Vielversprechend begann die Ebersbacher Kirwa schon am Samstagfrüh, als die Kirwaburschn und ihre Helfer den 34 Meter langen Baum mit der echten Spitze ins Dorf brachten. Nachdem die beiden mit Fichtengrün gebundenen Kränze angebracht und alles fertig geschmückt war, wurde der Baum sicher aufgestellt. Wie aus dem Bilderbuch ging es dann am Abend beim sehr gut besuchten Gottesdienst weiter, den Pfarrvikar Christian Ogu zelebrierte. Die Kapelle war festlich mit Blumen und Birken geschmückt, die tiefstehende Sonne und die großen Bäumen waren eine stimmungsvolle Kulisse, und die Klänge des „S´Vilsblech“ gaben allem einen wunderschönen musikalischen Rahmen.

Nach dem Schlusssegen zogen die Kirwapaare, die Nachwuchskirwapaare und die Besucher zum Kirwastodl. Dort sorgten „De Gaudimacha“ bis in die Morgenstunden für ausgelassene Stimmung. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Tradition. Bei bestem Kirwawetter zogen die 14 Kirwapaare mit dem Kirwawagen von Haus zu Haus. Gegen 15 Uhr marschierten sie gemeinsam mit der Werkvolkkapelle Schlicht auf die Tanzfläche unterm Kirwabaum. Musikalisch begleitet gaben Boum und Moidln eine eindrucksvolle Vorstellung: Sternpolka, Mühlradl, Schleudermazurka, Siebenschritt und Walzer begeisterten die Zuschauer.

Der Höhepunkt: Nach dem Walzer hielten Kathi Held und Julian Lindner den Blumenstrauß in den Händen – sie wurden zum Oberkirwapaar gekürt. Danach stürmten die Kinder zum Baum, um die Süßigkeiten einzusammeln, die das neue Oberkirwapaar vom Hochsitz aus verteilte. Bis zur Verlosung des Kirwabaumes – und sogar noch ein wenig länger – spielten die fünf Männer von S´Vilsblech und sorgten für zünftige Stimmung.

Auch am Kirwamontag gab es noch einmal ein volles Programm. Zahlreiche Besucher kamen, um sich süße und herzhafte Köstlichkeiten schmecken zu lassen. Die Kirwaleute trieben ab Mittag den rußgeschwärzten Bären durch das Dorf. Besonders stolz präsentierten sich die 25 Kirwa-Kinder, die gegen 17 Uhr auf der Tanzfläche einzogen. Musikalisch begleitet von Josef Göttlinger präsentierten sie „Hans bleib dou“, Siebenschritt, Klapptanz und abschließend den Walzer – ganz wie "die Großen". Mit diesen wie auch mit den Kleinen hatten Kerstin Mägerl und Melanie Lindner die Tänze einstudiert. Für den Auftritt erhielten alle großzügigen Applaus und ein Lebkuchenherz. Danach ging es mit dem Kirwawagen noch einmal durchs Dorf. Bei strahlendem Spätsommerwetter klang die Kirwa mit der Band „Sommerwind“ schwungvoll aus – ein perfekter Abschluss für ein gelungenes Festwochenende.

Text und Bilder: Christina Rabenstein